Kalibrierung von ITS-90 Normalthermometern (SPRT)

Kalibrierung von ITS-90 Normalthermometern (SPRT) an den  Fixpunkten der ITS-90
von -189,3442°C (Argon) bis 660,323°C (Aluminium)

Normalthermometer (SPRT) der ITS-90 können über den kompletten Temperaturbereich von -189°C bis 660°C (Argon Tripelpunkt bis Aluminium Erstarrungspunkt) mit einer Messunsicherheit von 5 mK kalibriert werden. In der Zwischenbereichen sinkt die Messunsicherheit bis auf 2,5 mK.

    Der Kalibrierdienst der Firma Klasmeier kalibriert Widerstandsthermometer unter Verwendung von Temperaturfixpunkten der ITS-90. Es können sowohl Normalthermometer (SPRT) der ITS-90 als auch Referenzthermometer (Pt 100) an den Temperaturfixpunkten kalibriert werden. Die Reihenfolge der Fixpunkte, an denen kalibriert wird, ergibt fallende Temperaturen. Um eine Thermometerdrift auszuschließen, wird nach jeder Fixpunktmessung der Wasser Tripelpunkt bestimmt und somit die Drift des Temperaturfühlers kontrolliert. Zusätzlich wird jedes Widerstandsthermometer vor der Kalibrierung bei der höchsten  Einsatztemperatur ausgealtert und die Alterungsdrift mit Hilfe des Wasser Tripelpunktes bestimmt. Eigenerwärmungsfehler und hydrostatische Druckeffekte werden bei der Kalibrierung untersucht und berücksichtigt.

    verwendete Fixpunkte und Normale

    Der Kalibrierdienst der Firma Klasmeier kalibriert Widerstandsthermometer unter Verwendung von Temperaturfixpunkten der ITS-90. Es stehen sowohl schlanke als auch große Temperaturfixpunktzellen sowie moderne ISO-Tower zur Verfügung.

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    Kleine Eintauchtiefe ab 300mm

    Durch den Einsatz von Schlanken und Großen Temperaturfixpunkten, sowie den modernen ISO-Tower, können Normalthermometer (SPRT) der ITS-90 (SPRTs als Pt 100 oder Pt 25) und industrielle Referenzthermometer (Pt 100) ab einer Eintauchtiefe von 300mm mit hervorragenden Messunsicherheiten kalibriert werden.

    Alterung

    Alle Temperaturfühler, die der Kalibrierdienst Klasmeier kalibriert, werden nach angepassten Zyklen in einem speziell konstruierten Ofen vollständig ausgealtert. Durch diese gezielt eingesetzte Alterung kann eine Drift des Normalthermometers oftmals rückgängig gemacht werden und die Stabilität des Normalthermometers verbessert werden.

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    Untersuchung der Eigenerwärmung

    Um Messfehler weiter zu verringern, werden alle Thermometer auf Ihr individuelles Eigenerwärmungsverhalten untersucht und eine quadratische Eigenerwärmungsfunktion bestimmt. Das Kalibrierergebnis kann so auf die Messbrücke des Kunden angepasst werden.  Die Untersuchung der Eigenerwärmung wird bei jeder Kalibrierung in Form eines Kalibrierberichtes dokumentiert und den Kalibrierunterlagen beigelegt. Für die Normalthermometer werden Kennlinien für den Messstrom I = 0 mA sowie I = 1 mA (oder nach Kundenwunsch bzw. der eingesetzten Messbrücke) berechnet.

    Um den temperaturabhängigen elektrischen Widerstand eines Widerstandsthermometers messen zu können, muss ein Messstrom fließen. Die so zugeführte Leistung erwärmt den Messwiderstand des Fühlers und führt zu Fehlmessungen. Thermometer, die im Kalibrierdienst der Firma Klasmeier kalibriert werden, werden mit verschiedenen Messströmen ausgemessen und so auf Ihr individuelles Eigenerwärmungsverhalten untersucht. Die im Kalibrierschein angegebenen Messwerte werden, sofern nicht anders gewünscht, mit dem extrapolierten Messstrom I = 0 mA angegeben. Die folgende Grafik zeigt Beispielhaft eine Eigenerwärmungsfunktion:

    Messstrom sprt pt100

    Kalibrierergebnis und Messunsicherheit

    Das Kalibrierergebnis besteht aus einem DAkkS-Kalibrierschein und einem ausführlichem Kalibrierbericht mit allen Rohdaten und den berechneten Parametern und Kennlinien.

    Fixpunkt Temperatur DAkkS Messunsicherheit (k=2)
    Tripelpunkte Schmelzpunkte Erstarrungspunkte
    Argon -189,3442 °C 5 mK
    Quecksilber -38,8344 °C 3,5 mK
    Wasser 0,01 °C 2,5 mK
    Gallium 29,7646 °C 2,5 mK
    Indium 156,5985 °C 5,5 mK
    Zinn 231,928 °C 7,0 mK 3,0 mK
    Zink 419,527 °C 12 mK 3,0 mK
    Aluminium 660,323 °C 20 mK 5 mK

     

     

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