Eigenerwärmungsuntersuchung

Um Messfehler zu verringern, werden alle Thermometer auf Ihr individuelles Eigenerwärmungsverhalten untersucht und eine Eigenerwärmungsfunktion bestimmt. Das Kalibrierergebnis kann so auf die Messbrücke des Kunden angepasst werden.Um den temperaturabhängigen elektrischen Widerstand eines Widerstandsthermometers messen zu können, muss ein Messstrom fließen. Die so zugeführte Leistung erwärmt den Messwiderstand des Fühlers und führt zu Fehlmessungen. Thermometer, die im Kalibrierdienst der Firma Klasmeier GmbH kalibriert werden, werden auf Ihr individuelles Eigenerwärmungsverhalten untersucht. Die im Zertifikat angegebenen Messwerte werden, sofern nicht anders gewünscht, mit dem extrapolierten Messstrom I = 0 angegeben. Die folgenden Grafiken zeigen die Ergebnisse einer Eigenerwärmungsuntersuchung:

Messstrom sprt pt100

Bei dem gezeigten Beispiel beträgt die Eigenerwärmung nur 0,7mK. Bei anderen Temperaturfühlern kann die Eigenerwärmung aber auch wesentlich höher ausfallen. Die Untersuchung der Eigenerwärmung wird bei jeder Kalibrierung in Form eines Kalibrierberichtes dokumentiert und den Kalibrierunterlagen beigelegt.